Gemälde eines Liebespaars
© SKD, Albertinum, Foto: Herbert Boswank

Wir müssen reden. "Bilderstreit" mit Blickkontakt

Anlässlich der Bestandspräsentation "Ostdeutsche Malerei und Skulptur 1949-1990" aus der Reihe "Focus Albertinum", die vom 15. Juni 2018 bis 6. Januar 2019 im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen ist, bietet das Museum ein breitgefächertes Begleitprogramm, das die Debatten der letzten Monate aufgreift. In Erweiterung der Sammlungspräsentation beleuchten drei Formate - eine wissenschaftliche Vortragsreihe, eine Gesprächsreihe und Künstlergespräche - verschiedene Aspekte der Kunst aus der DDR und die Auseinandersetzung mit ihr. Sie thematisieren auch die Ursachen für die heftig ausgetragene Debatte, in der es um die Präsenz dieser Kunst in deutschen Museen, aber auch um Kunstbegriffe ging, und anhand derer sich auch tiefer liegende Probleme des deutsch-deutschen Miteinanders eruptiv Ausdruck verschaffen.

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Die Einbettung in einen breiteren, historischen und soziopolitischen Kontext leisten die Vorträge internationaler Wissenschaftler*innen, die neue Methoden und Ansätze in der Kunstgeschichtsschreibung der Kunst aus der DDR vorstellen. In der Gesprächsreihe „Wir müssen reden. ‚Bilderstreit‘ mit Blickkontakt“ lädt das Albertinum ein, mit Vertreter*innen aus Kultur und Politik die in der Debatte aufgekommenen Themen und das oft noch immer zwischen Ost und West unausgesprochen Gebliebene zu diskutieren und den Dialog zu suchen. Nicht nur im Lichthof des Albertinum, sondern auch in der Sammlungspräsentation selbst werden Künstler*innen zu ihrer Arbeit und den Werken der Sammlung sprechen und mit dem Publikum debattieren.

Gemälde eines Liebespaars
© SKD, Albertinum, Foto: Herbert Boswank
Wolfgang Mattheuer, Das vogtländische Liebespaar, 1972

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Anhand eines Querschnitts durch die Präsentation ostdeutscher Malerei und Skulptur gibt die Sonderausstellung einen spannenden Einblick in die eigenen Bestände sowie in die wechselvolle Ankaufspolitik zu DDR-Zeiten und danach. Nie Gesehenes oder lang Vermisstes ist neu zu entdecken: Werke von Adler, Giebe, Mattheuer, Tübke und vielen mehr geben einen Eindruck von der Vielfalt der Kunst, die in der DDR entstand. Zugleich aber lädt die gewählte Präsentationsform ein, die kanonbildende museale Macht kritisch zu hinterfragen und Kanon als temporär zu verstehen - nicht nur in DDR-Zeiten, sondern von den Anfängen des Museums bis heute.

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Foto einer Menschengruppe
© SKD, Foto: Martin Förster

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