Max Pechstein, Das gelbschwarze Trikot, 1910
© Max Pechstein Urheberrechtsgesellschaft, Hamburg/ Tökendorf, Foto: Brücke-Museum, Nick Ash

Das gelbschwarze Trikot

Das Brücke-Museum zu Gast im Albertinum

„Das gelbschwarze Trikot“ von Max Pechstein aus dem Brücke-Museum Berlin zählt zu den Inkunabeln expressionistischer Malerei. Im Rahmen einer Kooperation wird es neben vier weiteren Hauptwerken aus Berlin temporär in Dresden ausgestellt, während wichtige Werke aus dem Albertinum in Berlin und Bernried gezeigt werden.

  • Laufzeit 09.10.2019—12.07.2020
  • Öffnungszeiten täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen
    24.12.2019, 10—14 Uhr  (Heilig Abend)
    25.12.2019—26.12.2019, 10—18 Uhr  (Weihnachtsfeiertage)
    31.12.2019, 10—16 Uhr  (Silvester)
    01.01.2020, 12—18 Uhr  (Neujahr)
  • Eintrittspreise regulär 12 €, ermäßigt 9 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 11 €

Pechstein malte

Pechstein malte in schneller Manier. Gerade diese Unmittelbarkeit und Ursprünglichkeit in Kunst und Leben suchten die jungen Maler der Künstlergruppe „Brücke“, die 1905 in Dresden gegründet wurde. Das beliebte Modell Fränzi posiert im Badekostüm in einer Sommerlandschaft. Die schematische Zeichnung der Badenden im Hintergrund wurde durch Schnitzkunst von den Palau-Inseln aus dem Museum für Völkerkunst Dresden angeregt.

Die Flüchtigkeit der Skizze erschien den Künstlern lebensnäher und authentischer als akademische Malerei. Wie Skizzenhaftes Eingang in die Malerei fand, zeigt Erich Heckels „Junger Mann und Mädchen“ von 1909. Die Künstler wollten leuchtende Farbe als eigenen Ausdruckswert in großen Flächen wirken zu lassen. Das zeigt konsequent auch Karl Schmidt-Rottluff in seiner Landschaft „Roter Giebel“.

© Max Pechstein Urheberrechtsgesellschaft, Hamburg/ Tökendorf, Foto: Brücke-Museum, Nick Ash
Max Pechstein, Das gelbschwarze Trikot, 1910 Öl auf Leinwand, 68 x 78 cm Brücke-Museum, Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Impulse, künstlerische Formen

Impulse, künstlerische Formen einfacher und großzügiger aufzufassen, vermittelte den Mitgliedern der „Brücke“, zu denen bis 1907 auch Emil Nolde zählte, das Studium der afrikanischen und ozeanischen Kunst. Noldes Bild „Holzfigur“ von 1912 zeigt, wie frei und assoziativ der Maler mit Vorbildern und Anregungen umzugehen verstand.

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