Schulklasse mit Christine Gruler im Ausstellungsraum im Albertinum
© SKD, Foto: David Pinzer

Lernort Albertinum

Das Albertinum präsentiert Werke von der Romantik bis zur Gegenwart. Die Besonderheit, dass sich Malerei und Skulptur in der Sammlungspräsentation begegnen, macht die verschiedenen Entwicklungen und Kunstformen von der Moderne bis heute auf anschauliche Weise erfahrbar. Das Erleben von Kunst und der Austausch darüber stehen im Mittelpunkt der Vermittlungsarbeit des Albertinum.

Das Kursangebot des Lernort Albertinum verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und eröffnet Schüler*innen Zugänge zu Kunst unter ganz verschiedenen Blickwinkeln. Ästhetische Erfahrungen durch individuelle Kunstrezeption, die gemeinsame Diskussion und das eigene künstlerisch-praktische Tun können neue Perspektiven auf die persönliche Weltsicht und gesellschaftliche Themen eröffnen. Darüber hinaus werden im Lernort Albertinum über die Kunst Verbindungen zwischen geistes- und naturwissenschaftlichen Disziplinen hergestellt. So werden anhand von Kursen zur Moderne historische Entwicklungen und Zusammenhänge verdeutlicht und durch Angebote zur zeitgenössischen Kunst aktuelle und globale Diskurse thematisiert. In den Kursen und Projekttagen Naturwissenschaft trifft Kunst schauen wir hinter die Kulissen der täglichen Museumsarbeit und vermitteln Kunst aus dem Blickwinkel der Naturwissenschaften.

Alle Angebote des Lernort Albertinum fördern entdeckendes, selbstorganisierendes und forschendes Lernen. Die Kurse vereinen dialogische Kunstbetrachtung, Gruppenarbeit sowie eigenes Erkunden. Eindrücke und Erfahrungen werden durch künstlerisch-praktische Aufgaben in der Ausstellung oder im Anschluss daran vertieft.

Für Kindergärten bieten wir Führungen an, die neben der Welt der Kunst auch Themen des Alltags oder Phänomene der Natur spielerisch und vielsinnlich erfahrbar werden lassen. Dabei stehen der Besuch des Museums selbst und die damit verbundenen ästhetischen Erfahrungen im Mittelpunkt.

Zu den wechselnden Sonderausstellungen entwickeln wir für Kinder und Jugendliche Vermittlungsformate und Kurse, die wir Ihnen gern in unserem Fortbildungsangebot
vorstellen.

Vermittlungsangebote in den aktuellen Sonderausstellungen

02.06.2018—14.10.2018, Kunsthalle im Lipsiusbau

Slavs and Tatars. Made in Dschermany

Dschingis Khan? Dschentrifizierung? Dschin Tonic? Die Schüler*innen entdecken im Spannungsfeld von Glaube, Religion und interkultureller Verständigung dieemotionale und politische Bedeutung von Sprache im Spiegel der Kunst. Das Künstlerkollektiv Slavs and Tatars setzt sich in seinen recherchebasierten Arbeiten mit Traditionen, Gebräuchen, Sprache, Anthropologie und Politik auseinander.

Ein Stapel von Büchern, die auf einen Metallstab gespießt sind
© Courtesy of the Artists and Kraupa-Tuskany Zeidler
15.06.2018—07.01.2019, Albertinum

Ostdeutsche Malerei und Skulptur 1949-1990

Wie und zu welchen Bildthemen haben Künstler*innen der DDR gearbeitet? Wie wird der Einfluss der Kulturpolitik der DDR in den Kunstwerken sichtbar? Welchen Enfluss hatte der Staat auf die Künstler*innen im Spannungsfeld von Existenz und Anpassung? Diesen Fragen widmen wir uns anhand der Gemälde und Skulpturen, die in den Jahren 1945 bis 1989 in der DDR entstanden und in der Reihe Focus Albertinum zu sehen sind. Die Präsentation ist ein Querschnitt durch die Sammlungen ostdeutscher Malerei und Skulptur und gibt – nach Ankaufsjahren geordnet – nicht nur einen spannenden Einblick in die Bestände, sondern auch in die wechselvolle Ankaufspolitik zu DDR-Zeiten und danach.

Ölbild des fliehenden Sisyphos, daneben ein Stein, dahinter eine Gestalt
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Klut/Estel

Kurse für Schulklassen

Vermittlungsangebote für Schulklassen in der Sammlungspräsentation

Künstlerische Bildgattungen

Stillleben, Porträt, Landschaftsmalerei - In dieses Kursen lernen die Schüler*innen künstlerische Mittel und Ausdrucksweisen verschiedener Epochen und Bildgattungen kennen. Dabei wechseln sich spielerische Vermittlungselemente ab mit dialogischen Kunstgesprächen und Gruppenarbeit.

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Bildwelten der Romantik

Bergketten in weiter Ferne mischen sich mit dem zarten Blau des Himmels, unbegrenzte Ausblicke lassen den Blick schweifen und verwandeln die zweidimensionale Bildfläche in einen Tiefenraum. Die Gemälde der Landschaftsmalerei der Romantik wurden wesentlich von Künstlern aus dem Norden geprägt, wie Caspar David Friedrich oder Johann Christian Dahl, die von den Kunstschätzen der Dresdner Galerie angelockt wurden. Die Weite ihrer romantischen Landschaften ist gefüllt mit symbolischen Motiven. Hinter den Landschaften erzählen die Gemälde von Religion, Naturliebe, Sehnsucht, Freundschaft oder Vergänglichkeit. Diesen Symbolen und Geschichten gehen die folgenden Kurse auf den Grund.

 

 

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Klassische Moderne

Symbolismus, Jugendstil, Expressionismus, Dadismus, Neue Sachlichkeit ... Um 1900 existierte ausgelöst durch gesellschaftliche und politische Umwälzungen in der bildenden Kunst wie auch in der Musik oder Literatur eine unglaubliche Vielfalt an künstleischen Strömungen und avantgardistischer Stilrichtungen, die teilweise parallel nebeneinander existierten und sich gegenseitig beeinflussten. Einige davon können in den Kursen zur klassischen Moderne kennengelernt werden.

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Zugänge zur Gegenwartskunst

Was hat Kunst mit mir zu tun? Antworten zu dieser Frage werden in den folgenden Kursangeboten gesucht. Die Kunst der Gegenwart scheint oft verschlüsselt und unverständlich. Jedoch heißt über Kunst ins Gespräch kommen auch, über sich selbst und die Welt nachzudenken. Die Kurse wollen dazu ermutigen, sich auf Kunstwerke einzulassen, künstlerische Prozesse und Arbeitstechniken zu durchdenken und über zeitgenössische Kunst ins Gespräch zu kommen.

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Zeitreise: Antike im Albertinum

Anfang des 18. Jahhunderts kaufte König August der Starke antike Skulpturen und Plastiken direkt aus Rom und legte damit den Grundstein für die heutige Sammlung antiker Bildwerke. Eigens für diese Sammlung wurde das Albertinum erst zu einem Museum: zwischen 1884 und 1887 wurde unter König Albert von Sachsen das ehemalige Zeughaus zu einem Museum umgebaut und beherbergte zunächst nur die Skulpturensammlung. Heute befinden sich noch Teile der Skulpturensammlung im jeitzigen Museum von der Romantik bis zur Gegenwart, die aber bis 2019 für die Neueinrichtung des Semperbaus in die Sammlung Alte Meister umziehen werden.

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Provenienzforschung im Albertinum

Provenienzforschung befasst sich mit der Geschichte von Kunstwerken, deren Eigentümern und Besitzern. Dabei wird der gesamte Weg von Atelier oder Werkstatt bis zum heutigen Platz im Museum in den Blick genommen. Im Rahmen des „Daphne“-Projekts klären die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden seit 2008 systematisch die Herkunft ihrer Erwerbungen seit 1933 auf. Diese vielschichtige, spannende und wichtige Aufgabe wird nun in Kursen im Albertinum und in der Gemäldegalerie Alte Meister in Kursen erlebbar.

  • Dauer2 Stunden
  • Gebühr2 € / Schüler*in

Naturwissenschaft trifft Kunst

Die Farbmittel eines Gemäldes chemisch analysieren, die klimatischen Rahmenbedingungen für die Ausleihe eines Kunstwerks sicherstellen, sich mit Wahrnehmung und Physik des Lichts auseinandersetzen – diese und eine Vielzahl weiterer Aufgaben erwarten die SchülerInnen innerhalb der Projekttage zu NATURWISSENSCHAFT TRIFFT KUNST im Albertinum. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden sind diese Kurse zur außergewöhnlichen Fächerverbindung von Physik, Chemie und Kunst entstanden. Konkrete Lehrplaninhalte aus den Unterrichtsfächern Chemie und Physik werden in den ungewohnten, aber umso spannenderen Kontext eingebettet.

  • Dauer2-5 Stunden
  • Gebühr3 € pro Schüler*in
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