Der Begriff “Leben”
Werden, Sein und Vergehen – das Leben, die Liebe und der Tod waren drängende Themen im Denken und in der Kunst um 1900. Der Begriff “Leben” war allgegenwärtig, er stand für Natürlichkeit und Jugend, richtete sich gegen Konvention und Stillstand.
Die Ausstellung im Albertinum versammelt zahlreiche Hauptwerke von Edvard Munch, in denen er persönliche Empfindungen in einer damals provozierenden Direktheit verarbeitete. Zu seinen wesentlichen Motiven zählen die Begegnung der Geschlechter, Krankheit und Verlust, ebenso wie lebensbejahende Naturdarstellungen und eindringliche Kinderporträts.
Nahezu zeitgleich entwickelte Paula Modersohn Becker eine ebenso eigenständige wie neuartige Formen sprache. Das Einfache der Form steht in ihrem Schaffen für die Würde des Menschen. Gezeigt werden zentrale Werke der Künstlerin, die Kindheit, Mutterschaft und Alter ebenso berühren wie Naturverbundenheit und die Beseeltheit der Dinge.