Clemens von Wedemeyer, Filmstill aus: BAKHMUT, 2023 (2023), Video, 11:00 min
© Clemens von Wedemeyer / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Focus Albertinum: Clemens von Wedemeyer

„Im Oktober 2021 befand ich mich in Bakhmut, Ukraine, um auf Einladung von Mykola Ridnyi und Dana Brezhinieva im örtlichen historischen Museum eine Ausstellung zu eröffnen, die auch meine Videoarbeiten „P.O.V“ (2016) umfasste.

  • Laufzeit 02.08.2023—31.12.2023

In dieser Arbeit

In dieser Arbeit hatte ich Filmmaterial bearbeitet, analysiert und kommentiert, das im Winter 1941/1942 unter anderem in Bakhmut, damals Artemovsk genannt, durch den Wehrmachtsoffizier von Vietinghoff-Riesch aufgenommen wurde. Artemovsk (Bakhmut) war von 1941 bis 1943 von der Wehrmacht besetzt und die Front verlief zweimal durch den Ort, der von den Deutschen immens zerstört wurde und in dem Kriegsverbrechen und Massenmorde stattfanden.

© Clemens von Wedemeyer / VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Clemens von Wedemeyer, Filmstill aus: BAKHMUT, 2023 (2023), Video, 11:00 min

Symbolhaft für die Zerstörung

Symbolhaft für die Zerstörung steht 1943 die Sprengung avantgardistischen Monumentaldenkmal des Bildhauers Kaveleridze auf dem zentralen Platz der Stadt, das dem „Artem“ genannten bolschewistischen Revolutionär Fjordor Sergejew gewidmet war (und nach dem die Stadt ab 1924 benannt war.) Im Film suchen wir den ehemaligen Standort des Denkmals auf. Wir gingen gemeinsam durch den Ort und ich überlegte, an welchen Stellen der Kameramann mit seiner 16mm-Kamera Anfang der 1940er Jahre gefilmt haben könnte.

© Clemens von Wedemeyer / VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Clemens von Wedemeyer, Filmstill aus: BAKHMUT, 2023 (2023), Video, 11:00 min

Hier zeige ich das Rohmaterial

Hier zeige ich das Rohmaterial aus Bakhmut als eine Ansicht der Stadt zwischen drei Epochen, die heute wieder durch den russischen Angriffskrieg zerstört ist.“ (Clemens von Wedemeyer)

Impressionen

Biografie

Clemens von Wedemeyer (*1974 Göttingen) lebt und arbeitet in Berlin und lehrt Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Er studierte Fotografie und Medien an der Fachhochschule Bielefeld und der HGB Leipzig. Der Künstler und Filmemacher hat an verschiedenen Gruppenausstellungen wie der 1. Moskauer Biennale, der 4. Berlin Biennale, den Skulptur Projekten Münster 2007, der 16. Biennale von Sydney und der dOCUMENTA (13) teilgenommen. Weiterhin hatte er Einzelausstellungen in namhaften Institutionen wie dem MoMA PS1 in New York, dem ARGOS Center for Art and Media in Brüssel, dem Barbican Art Centre in London, dem Kunstverein Braunschweig, dem Museum of Contemporary Art in Chicago und der Hamburger Kunsthalle. Sein Film „ESIOD 2015“ feierte 2016 auf den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) Premiere.

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