gebirgige Waldlandschaft, mittig fließt ein Bach
© SKD

Deutscher Wald

Wälder und Bäume – mächtige Eichen auf weiten Lichtungen und zartes Grün im verborgenen Winkel – gehören zu den oft gemalten Motiven in der Malerei der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der „Deutsche Wald“ wird zum Identifikationsbild nationaler Selbstvergewisserung und zugleich künstlerischer Neubesinnung in der Romantik. Zu diesem Themenkreis gehört auch die Jagd, in dieser Zeit Anlass gesellschaftlicher und fürstlicher Repräsentation. 

Das Albertinum ermöglicht mit dieser Präsentation Blicke auf Schätze zu werfen, die sonst im Depot schlummern und stellt diese in einen neuen Zusammenhang.

Modul Text mit Bild

Ferdinand von Rayskis Schlüsselwerk „Die Jagdpause im Wermsdorfer Wald“ von 1859 wird ab 25. Mai 2017 als Leihgabe des Pariser Musée de la chasse et de la nature im Rahmen einer Sammlungspräsentation im zweiten Obergeschoss des Albertinum zu sehen sein. Diese bedeutende, vielfigurige Darstellung einer Wettiner Jagdgesellschaft ist zum ersten Mal in Dresden zu sehen. Damit besteht auch die Möglichkeit, sie mit Rayskis „Studie zum Wermsdorfer Wald“ zu vergleichen, die seit langem zu den Hauptwerken des Albertinum zählt. 

Neben Werken von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Ernst Ferdinand Oehme wird auch Eduard Leonhardis monumentales Gemälde „Waldeinsamkeit“ von 1887 zum ersten Mal seit seiner Restaurierung 2011 im Rahmen dieser Präsentation gezeigt.

große Gruppe von Jägern im Wald, erlegte Tiere liegen nebeneinander, eine Tafel ist aufgebaut
© Musée de la chasse et de la nature, Paris
Ferdinand von Rayski, Jagdpause im Wermsdorfer Wald, 1859 Öl auf Leinwand, 141 x 163 cm, Musée de la Chasse et de la Nature, Paris

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Mit einer Arbeit von Katharina Grosse, die aus einer bemalten Baumwurzel und zwei Aluminiumelementen besteht, kommt ab 13. Juni 2017 zu diesen romantischen und frührealistischen Gemälden als Leihgabe ein zeitgenössisches Werk hinzu, das die Kontinuität und Wandel des Themas gleichsam als Korrektiv anschaulich macht. Grosse, von der hier zum ersten Mal überhaupt eine Arbeit in Dresden zu sehen ist, verbindet eine abstrakte, dynamische und in ihren Mitteln vielschichtige Malerei mit realen Objekten. Die komplexe dreidimensionale Form wird durch die Malerei relativiert und gleichzeitig betont. Dabei löst sich die Farbe optisch von ihrem Träger und wird selbst zum Ereignis.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Holger Birkholz.

liegende Skulptur mit Stamm, Ästen und Zweigen
© Courtesy Gagosian, Foto: Olaf Bergmann, Copyright: Katharina Grosse und VG Bild-Kunst, 2017
Katharina Grosse, o.T., 2015 Acryl auf Aluminium und Holz, 205 x 330 x 504 cm

Ausstellungsliste

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