Das große Drama. Auguste Rodin und der Streit um die Moderne
Dresden um 1900: Der visionäre Direktor des Albertinum, Georg Treu, will zeigen „was in der Weltplastik in unserer Zeit geleistet wird“ und richtet den Blick dafür vor allem auf Paris. Er erwirbt 1894 Werke von Auguste Rodin und tätigt damit die ersten Ankäufe von Arbeiten des großen französischen Bildhauers für ein deutsches Museum überhaupt. Weitere Werke von Constantin Meunier, Albert Bartholomé, Alexandre Charpentier, Emmanuel Fémiet und anderen folgen und markieren den entscheidenden Moment, in dem Dresden sich als Ort der Moderne positioniert – auch gegen Widerstände und unter leidenschaftlich geführten Debatten. Mit der Ausstellung rückt das Albertinum diesen einzigartigen Sammlungsbestand der französischen und belgischen Skulptur ins Zentrum und erzählt vom künstlerischen Aufbruch, grenzübergreifenden Netzwerken und dem Albertinum als Ort der Moderne mit seiner Sammlung von internationalem Rang.