Ansicht einer Kupferplatte, die durch eine Tänzerin mit Schuhen mit Stiletto-Absätzen eingedellt worden ist
© Trevor Good
Ab 19. Juni 2020 ist das Albertinum zunächst am Wochenende wieder geöffnet. Bitte beachten Sie die vorläufigen Sonderöffnungszeiten: Freitag 17 bis 21 Uhr, Samstag & Sonntag 11 bis 17 Uhr.

Nevin Aladağ - Musikzimmer

Ausstellung der 11. Preisträgerin des Ernst-Rietschel-Preises für Skulptur 2018

Nevin Aladağ (* 1972 in Van/ Türkei, lebt und arbeitet in Berlin) erhält den 11. Ernst-Rietschel-Preis für Skulptur. Der Preis wird in diesem Jahr erstmals vom Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, gemeinsam mit der Antonius Jugend- und Kulturförderung e.V. vergeben, die das Preisgeld stiftete.

 

 

  • DATES 15/03/2018—15/07/2018

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In Nevin Aladağs Arbeiten spielen die Fragen nach Herkunft, Selbst- und Fremdwahrnehmung ebenso wie die Musik als Ausdrucksträger kultureller Identität eine große Rolle. In vielen ihrer Werke erzeugt sie mit skulptural-performativen Mitteln Töne und Klänge, die sie als Rohmaterial für rhythmische Kompositionen verwendet.

Die Künstlerin, die in der Türkei geboren wurde und seit ihrer Kindheit in Deutschland lebt, hat für die Ausstellung zwei Werke ausgewählt: "Musikzimmer" und "Raise The Roof". Das "Musikzimmer" hat Nevin Aladağ in einer ähnlichen Version auch für die documenta 14 in Athen geschaffen. In den skulpturalen Objekten verbinden sich in feinsinniger Weise Form und Funktion: Aus altem Mobiliar entstanden in Zusammenarbeit mit Instrumentenbauern Musikinstrumente, die sowohl in ihrer wohnlichen als auch künstlerischen Funktion als außergewöhnliche Klangkörper nutzbar sind - und während der Ausstellung zu bestimmten Zeiten auch gespielt werden.

Fotoaufnahme der Künstlerin
© Trevor Good
Ernst-Rietschel-Kunstpreisträgerin Nevin Aladağ

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Nevin Aladağ - Musikzimmer
Nevin Aladağ - Musikzimmer

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Bei der zweiten Arbeit handelt es sich um gerahmte, aufgesockelte und im Raum stehende Kupferplatten. Auf der Biennale in Venedig 2017 führte Nevin Aladağ die Performance "Raise The Roof" auf, die zum ersten Mal 2007 auf einem Berliner Häuserdach stattfand. Sieben Tänzerinnen hinterließen mit den Stiletto-Absätzen ihrer Schuhe Abdrücke auf Kupferplatten, indem sie zu verschiedenen Songs tanzten, die nur über Kopfhörer gespielt wurden und dadurch für das Publikum nicht hörbar waren - die Titel der Lieder waren jedoch auf den T-Shirts der Tänzerinnen zu lesen, darunter z. B. "Enjoy the Silence" von Depeche Mode.

gerahmte Kupferplatte
© Trevor Good
Nevin Aladağ, Raise The Roof, 2017

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Zu hören war allein der rhythmische Klang der Stöckelschuhe, vergleichbar mit dem Sound eines Schlagzeugs. Die Abdrücke der Absätze und die Spuren des Tanzes haben sich als ornamentales Motiv in das Metall eingegraben - ohne den Hinweis auf ihr akustisch begleitetes Entstehen führen die Reliefplatten nun jedoch ein skulpturales Eigenleben.

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Nevin Aladağ, Raise The Roof, 2017
Nevin Aladağ, Raise The Roof, 2017

Flyer zur Ausstellung

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