Revolutionary Romances — PROLOG

Transkulturelle Kunstgeschichten in der DDR

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Revolutionary Romances widmet sich einem bisher kaum erforschten Kapitel der Kunst in der DDR: den kulturellen Beziehungen der DDR zu den Ländern des Globalen Südens in Asien, Afrika und Lateinamerika. Eingebettet in und zugleich als Auftakt des Projektes Kontrapunkte unternimmt die gleichnamige Prolog-Schau eine erste Annäherung an das Themenfeld. Die große Ausstellung Revolutionary Romances wird im Herbst 2023 im Albertinum stattfinden.

  • Laufzeit 13.04.2022—04.09.2022
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Im Zentrum der Recherche

Ausgangspunkt der Recherche bildet der reiche Sammlungsbestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In der Prolog-Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Kupferstich-Kabinett und dem Kunstfonds entstand, ist eine Auswahl von Bildern, Grafiken und Filmen von Künstler*innen aus der DDR, Kuba, Chile und Vietnam zu sehen. Dazu gehören programmatische Propaganda-Grafik, Reisebilder, Porträts von Studierenden aus dem Ausland, Werke von in die DDR emigrierten Künstler*innen sowie kubanische Plakate. Interventionen von den zeitgenössischen Künstler*innen Angela Ferreira, Emeka Ogboh, Laura Horelli und Sung Tieu befragen die einstigen Ideale der „Revolutionary Romances“ und beleuchten ihre zeitgeschichtliche wie künstlerische Bedeutung aus der Perspektive der Gegenwart.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Foto: SKD, Herbert Boswank
Lea Grundig, Blatt 1 aus der Folge "Zum Komunistischen Manifest", 1968 Tusche, Pinsel in Wasserfarben, 80 x 65 cm Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Ausstellungansichten

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Kontrapunkte: DDR-Vietnam

Die von Arlette Quỳnh-Anh Trần vorgeschlagene Serie ist eine Collage aus vielen Geschichten und Schicksalen des vietnamesischen Volkes in verschiedenen Räumen und Zeiten, von der Ära der sozialistischen Ideologien bis zu den neoliberalen Städten, die mit traditionellen Bräuchen und Glaubensvorstellungen aus der vorindustriellen Zeit verflochten und zugleich durch sie herausgefordert sind. In solchen Millieus erscheint Ostdeutschland (die DDR) mal plakativ, mal subtil und mal als ferne korrelierende Prämisse für soziale Vergleiche und Referenzen. Vielleicht liegt die Verbindung der beiden Länder in den Überresten einer verdrängten Ideologie.

Zur Website voices

VÀO ĐỜI / WE COME INTO LIFE (SIU PHAM, 2021)

Termine

  • Konferenz zu internationalistischen künstlerischen Positionen während des Kalten Kriegs

    Diese eintägige Konferenz stellt internationale künstlerischen Positionen vor, welche in sozialistischen Systemen ihre ideologische Verortung suchten. Einige Künstler*innen aus Westeuropa oder den USA suchten in der Zeit des Kalten Krieges bewusst die Anbindung an internationalistische Traditionen und unterliefen Stereotype einer einseitigen künstlerischen Ost-West Bewegung. Internationale Wissenschaftler*innen stellen ihre Forschungen vor und zeitgenössische künstlerische Interventionen verorten die Thematik im Heute. Den Tagesabschluss gestaltet das Kollektiv Slavs and Tatars mit ihrer Lecture Performance "Red-Black Thread" ab 18 Uhr. Die Konferenzsprache ist Englisch.

    • Teilnahmegebühr: Eintritt frei
Albertinum, 9. bis 11. Juni 2022

Konferenz „Die globale DDR. Eine transkulturelle Kunstgeschichte (1949–1990)“

Vom 9. bis 11. Juni 2022 findet im Albertinum die von der TU Dresden in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden organisierte Konferenz Die globale DDR. Eine transkulturelle Kunstgeschichte (1949–1990) statt. Auf dieser Tagung erörtern internationale Wissenschaftler*innen die kulturpolitischen Rahmenbedingungen des Kulturaustauschs, stellen Beispiele sozialistischer Kunstproduktion aus Asien, Afrika und Lateinamerika vor, berichten über auswärtige Architekturprojekte der DDR sowie von länderübergreifenden Künstler*innengruppen und verdeutlichen am Beispiel von Messen, Ausstellungen und Sammlungen die transnationalen Netzwerke zwischen der DDR und sozialistisch orientierten Ländern des Globalen Südens.

Zur Videoaufzeichnung der Konferenz

Das Programm (PDF)

Zur Website der TU Dresden

© SKD, Foto: Martin Förster

Die Erkenntnisse der Tagung

Die Erkenntnisse der Tagung sollen genauso wie das Feedback der Besucher*innen dieser Prolog-Ausstellung in die Konzeption einer großen Ausstellung zum Thema der „Revolutionary Romances“ einfließen.

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Revolutionary Romances. Transkulturelle Kunstgeschichten in der DDR" wird kuratiert von Mathias Wagner und Kathleen Reinhardt.

Slider

Kontrapunkte

Mit dem Projekt Kontrapunkte, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, richten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2022 und 2023 den Blick erneut auf die Zeit der DDR. Ausgehend von den eigenen Beständen und der eigenen Sammlungsgeschichte werden neue Perspektiven auf die Kunst in der DDR, ihre Wahrnehmung und Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart entwickelt.

Zum Projekt Kontrapunkte

Booklet

Publikationen zur Ausstellung

Booklet

Hier können Sie das Booklet zur Ausstellung herunterladen.

Informationen für Journalist*innen

Medienbereich

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Ausstellungsansicht "Revolutionary Romances"
© SKD, Foto: Klemens Renner

Förderer

Revolutionary Romances wird ermöglicht durch den Hauptförderer, die Kulturstiftung des Bundes, mit freundlicher Unterstützung der Ludwig Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Augstein Stiftung, in Kooperation mit der TU Dresden.

Gefördert durch

Kulturstiftung

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